Stockalperschloss

Der Stockalperpalast in Brig zeugt von seinem Reichtum. Der Kapitalismus setzt sich weltweit durch. Selbst die chinesischen Kommunisten setzen erfolgreich auf ihn. Die Wiege des Kapitalismus ist das Handelskapital. Einst tauschten die Menschen Waren gegen Waren. Dann kam das Geld ins Spiel, um den Tausch zu erleichtern. Kredite ersetzten fehlendes Geld. Und dank Wechseln musste man Geldmünzen nicht mehr über die Pässe schleppen.

Kaspar von Stockalper war der Fugger der Alpen, der genialste Frühkapitalist weit und breit. Er handelte mit allem. Mit Söldnern und Schnecken, mit Salz und Erzen. Er kaufte und verkaufte, was auch immer Profit versprach. Und er notierte in sieben Sprachen alles in seinen Büchern. Auch wann und wie er seine Partner bestach oder betrog. Kein Privater der Schweiz konnte sich im 17. Jahrhundert einen grösseren Palast bauen lassen. Der Neid – so sagt man – ist der älteste Walliser und so vertrieben die Walliser notabene den reichen und mächtigen Grossen Stockalper 1679 nach Domodossola ins Exil. Sein Vermögen wurde aufgeteilt. Seine Geschäfte wanderten in andere Regionen ab. Verarmt und verbittert durfte er wieder nach Brig zurückkehren und in seinem Schloss sterben.

Besuchen Sie nach Voranmeldung das einmalige Schloss des Grossen Stockalper.

Eine Führung können Sie bei Brig Simplon Tourismus unter der Telefonnummer +41 (0)27 921 60 30 buchen.