Naters-Blatten-Belalp: seit 1856 dem Ferientrend voraus Schon Alpinisten und Erholungssuchende des 19. Jahrhunderts kannten Blatten-Belalp als Urlaubsort inmitten einer prächtigen Bergwelt. Leopold Bürcher war der eigentliche Pionier der touristischen Entwicklung von Naters-Blatten-Belalp. Bereits 1856/57 baute er auf dem Aletschbord auf 2130 m ü. M. den Gasthof „Belalp“, den ersten Gasthof inmitten der hochalpinen Landschaft. Im Jahre 1861 wurde Gervas Klingele Mitinhaber und später Besitzer des Gasthofes. Um 1870 wurden bereits erste Vergrösserungen vorgenommen; weitere sollten noch folgen. Die Belalp wurde bald zu einem bevorzugten Standort der englischen Bergsteigerelite und Unterkunft einiger Berühmtheiten wie z.B.: Henri Dunant, Begründer des Roten Kreuzes, der englische Premier Lord Asquith oder der Schriftsteller und Alpinist Wintrop Young. Ein besonders treuer Gast während über 30 Jahren war der irische Physiker und Geologe John Tyndall. Im Jahre 1876 beschloss die Burgerschaft Naters, dass dem irischen Wissenschaftler Boden auf der Alpe Lüsgen verkauft werden dürfe. Tyndall gab sofort den Bau einer Villa im Stil eines englischen Landhauses in Auftrag. Nach seinem tragischen Tod 1893 liess seine Frau ihm zu Ehren auf dem Trimbiel das so genannte John-Tyndall-Denkmal errichten. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in Blatten ein Ferienhaus nach dem anderen und auch weitere Hotels und Betriebe öffneten ihre Pforten. Im Jahre 1954 wurde mit der Inbetriebnahme der Luftseilbahn Blatten-Belalp die Belalp verkehrstechnisch erschlossen. In Zusammenarbeit mit den Luftseilbahnen Blatten-Belalp AG und der Gemeinde wurde 1963 auf der Belalp der erste Skilift erbaut. Naters-Blatten-Belalp heute: Alpin-Zentrum, Wanderparadies und Winterstation Die Region Naters-Blatten-Belalp besticht noch heute durch ihre Topografie, ihre Landschaft und ihr Klima. Das vielfältige Sommer- und Winterangebot lockt sowohl Einheimische, wie auch Gäste aus aller Welt in die Region. Naters-Blatten-Belalp hat sich in der ganzen Schweiz zu einem bedeutenden Alpin-Zentrum und Wandergebiet zur Sommerzeit und zu einer klar favorisierten, schneesicheren Winter-Tourismus-Station entwickelt.
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