Überschwemmungen

In der Unwetterkatastrophe 1993 wurden in Brig-Glis die Innenstadt und ganze Aussenquartiere von der Saltina überflutet, verschüttet und total zerstört. Langanhaltende Regenfälle sowie eine hohe Schneefallgrenze führten dazu, dass der Niederschlag nicht als Schnee, sondern als Regen auf den bereits gesättigten Boden fiel und rasch abfloss. Das dabei entstandene Hochwasser entwickelte eine solche Gewalt, dass Geschiebemengen umgesetzt und zu Tale transportiert wurden. Aufgrund der Rekordwerte von 150 Litern Wasser pro m2 und 1.5 Tonnen Geschiebe pro Sekunde staute sich das Wasser an der Saltinabrücke und überflutete dann sowohl die Innenstadt von Brig wie auch die weniger dicht bebauten Quartiere in Glis. Die Katastrophe forderte zwei Todesopfer.
Der Wiederaufbau der Innenstadt wurde in einem Jahr mit einer Investitionssumme von rund 1 Mia. Franken äusserst rasch vollzogen. Auch diverse Schutzmassnahmen entlang der Saltina (Uferschutz, Geschiebebewirtschaftung im Grindji, Bau einer neuartigen Hubbrücke) und der Gamsa getätigt.
 
Im Jahre 2000 konnte nur dank diesen Schutzmassnahmen eine erneute Überflutung verhindert werden. Heute ist die Stadtgemeinde Brig-Glis nach menschlichem Ermessen sicher vor Hochwassern.